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In der Gegend um den Gardasee gibt es an die zehn Klettersteige,
die nur wenige Autominuten von den touristischen Zentren entfernt sind. Die Klettersteige sind von
unterschiedlicher Laenge (von 200 bis 1.200 m) und Schwierigkeit, waehrend einige nur fuer Experten geeignet
sind, kann man andere auch mit Kindern begehen. Was alle Klettersteige gemeinsam haben sind: das schoene
Panorama sowie die ganzjaehrige Begehbarkeit. Via ferrata Fausto Susatti zum Cima
Capi Alpinistischer und sehr panoramischer Klettersteig, mit Aussicht ueber das gesamte Gardasee
Gebiet und wunderbare Sicht auf den Monte Baldo ueber das Sarcatal bis zu den Brenta Dolomiten. Relativ
einfacher Klettersteig mit kurzer Kletterstrecke und ausgesetzten Wegen durch senkrechte Waende. Auf dem
ganzen Weg kann man Reste militaerischer Bauten bewundern. Vermutlich ist diesen Anlagen auch die
urspruengliche Entstehung dieses Weges zu verdanken. Die Seilversicherungen sind teilweise neu und in gutem
Zustand. Zum Abstieg in gleicher Richtung weiter bis zum Sentiero M. Foletti, dann dem Wegweiser folgen.
Via ferrata Castel Drena Klettersteig der besonderen Art: in einem Canyon, der einst als
geheimer Fluchtweg der oberhalb gelegenen Drena Burg benutzt wurde. In den Felsen sind noch die Loecher der
alten Holzgerueste sichtbar. Die Ferrata an sich ist nicht lang, erfordert aber auf einer kurzen Strecke
Armkraft. Meist verlaeuft der Steig wenige Meter ueber dem Schluchtgrund. Nach ca. 50 m gibt es eine
Ausstiegsmoeglichkeit nach oben. Ansonsten folgt man dem Seil und den Eisenstiften. Gegen Ende der Tour
fuehrt der Weg ueber eine Drahtseilbruecke, bei deren Ueberquerung man das Balancieren ueben kann. Es folgt
noch ein steiler Aufstieg Richtung Burg Castel Drena. Klettersteig Via
dell'Amicizia zum Cima S.A.T. Auf langen, luftigen Leitern kann man den einzigartigen Ausblick
ueber den gesamten Gardasee geniessen. Der "Weg der Freundschaft" mit den beiden beruehmten, endlosen
Eisenleitern ist technisch nur wenig anspruchsvoll, erfordert aber absolute Schwindelfreiheit und bietet
atemberaubende und unvergessliche Tiefblicke. Ueber teilweise gesichertes Felsgelaende, sowie Schutt und
lichtes Gestruepp steil, aber nur wenig schwierig und stets mit guter Aussicht empor zur ersten langen
Leiter. Ueber mehr als 100 Sprossen, aber mit kleinem Zwischenstopp etwa in der Mitte, geht es luftig und
fast senkrecht nach oben. Danach wieder ueber schrofiges Gelaende, einige Klammern und kurze Leitern zur
zweiten, ca. 70 Meter hohen, senkrechten Leiter, die besonders exponiert nach oben fuehrt. Anschliessend
weiterhin luftig ueber gesicherte Felsen, mehrere kuerzere Leitern und einige Klammern zum kleinen Gipfel der
Cima S.A.T. mit eiserner Fahne und beeindruckendem Tiefblick. Via ferrata
Monte Albano Ein Katzensprung von Mori entfernt. Diese Ferrata eignet sich bestens als Voruebung
fuer schwierige Klettersteige. Luftige Quergaenge und schwierige vertikale Kletterstellen wechseln sich ab.
Ueber senkrechte, ueberhaengende Wandstellen und Quergaenge weiter hinauf in den leichteren Mittelteil. Das
Ende des Klettersteigs erreicht man ueber einen 60 m hohen Steilaufschwung. Die Via Attrezzata Monte Albano
"Ottorino Marangoni" ist einer der ersten Sportklettersteige in den Alpen und gehoert immer noch zu den sehr
anspruchsvollen Routen im Alpenraum. Von seiner Beliebtheit hat er bis heute nichts verloren, was an den
blank polierten Felsen im gesamten Steig deutlich ersichtlich ist. Bei Naesse ist diese Ferrata daher absolut
nicht zu empfehlen. Klettersteig Gerardo Sega Avio
Klettersteig ueber den Waenden des Etschtals mit Verlauf auf den Spuren von antiken Schmugglerwegen. In
Anbetracht der Laenge der Tour, ist eine gute physische Kondition notwendig. Zunaechst geht es eine kurze
Leiter hinauf, dann ueber einige Felsen zu einem nach links verlaufenden exponierten Band, und es geht schon
einige hundert Meter senkrecht runter. Nachdem das Band um den linken Felsgrat herum gefuehrt hat, steigt man
nahe einer Rinne ueber Felsen und Wald steil nach oben und quert die riesige Hoehle erneut auf einem
wesentlich breiteren Band ohne Seilversicherung. Dann geht es rechts um eine Felsnase herum und wieder steil
durch Wald und ueber Felsen. Anfangs sind dort noch Seile, danach keine mehr. Weiter geht es durch mehr
offenes Gelaende, immer wieder durch Buesche und ueber Felsen, teils verseilt nach oben. Nach einer letzten
steilen felsigen Stelle steht man auf dem Ausstieg nahe dem Corno Gallina.
Via ferrata Rino Pisetta zum Monte Piccolo Dain Klettersteig nur fuer Experten; einer
der schwierigsten Klettersteige Europas; die ersten 60 m und die zentralen Platten sind sehr anspruchsvoll.
Einzigartiges Panorama ueber das gesamte Tal und dessen Seen vom Lago di Toblino bis zum Gardasee. Der
sportlichste und anspruchsvollste Klettersteig der Gardasee-Region. Es gilt eine ca. 30m fast trittarme Wand
zu durchsteigen, nur durch Drahtseile versichert, wird hier bereits der Takt auch fuer den weiteren Verlauf
der via ferrata vorgegeben. Wer diese Einstiegswand nur mit Muehe meistert, sollte nach ein paar weiteren
Metern den Notausstieg nehmen. Dieser fuehrt rechts mit Drahtseilen gesichert aus der Wand. Erst zum Ende
neigt sich die Wand ein wenig, und die Hoechstschwierigkeiten sind gemeistert. Danach steigt man auf ca. 950
m aus und steht auf dem Gipfel des Piccolo Dain. Klettersteig Che Guevara zum Monte
Casale Ein unendlich langer Klettersteig auf einer immensen, geschichtstraechtigen Wand.
Technisch maessig schwierig; in Anbetracht der Laenge ist eine gute physische Kondition notwendig. Das
Panorama vom Gipfel des Monte Casale (1600 m.) entschaedigt fuer die Muehe: nach Norden die Brenta Dolomiten,
nach Westen der Adamello Gletscher und nach Osten der dreieckige Gipfel der Marmolada. Die Route weicht den
steilen Strecken aus, nutzt die Schwachstellen der Wand und erreicht schliesslich das markante
Horizontalband, das die Obergrenze der hellgrauen Kalksteinplatte bildet. Hier kurz nach links, dann ueber
lange Buegelreihen fast senkrecht das ausgesetzte Kernstueck der Ferrata. Anschliessend weniger steil weiter,
teilweise ohne Markierung auf die gruene "Cengia del Maurizio" (1200 m.), wo man das Routenbuch findet.
Der erste Teil bis zum Doss dei Pini wurde im Jahr 2005 renoviert und ist dadurch jetzt etwas schwieriger
geworden. Das Panorama vom Gipfel der Monte Casale (1600 m.) ersetzt die Muehe: nach Norden die Brenta
Dolomiten, nach Westen der Adamello Gletscher und nach Osten die Sicht erreicht den dreieckigen Gipfel der
Marmolada. Ausruestung Helm, Gurt, Klettersteigset werden von den
Bergfuehrern kostenlos zur Verfuegung gestellt.
Versicherung Unsere Mitarbeiter der Alpinschule Kletterschule Arco sind ausschliesslich
staatlich gepruefte sowie auf internationaler Ebene anerkannte und professionell ausgebildete Bergfuehrer,
die im regionalen und internationalen Bergfuehrerverband eingeschrieben und auch haftpflicht versichert
sind.
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